Patient*inneneindrücke –
Informiert bleiben
Patient*inneneindrücke
Geschichten aus dem zweiten Leben:Jedes Jahr schenken Organspender*innen mehr als 800 deutschen Patient*innen ein zweites Leben, einen Neustart, eine neue Chance.
Informiert bleiben
Nach einem meist sehr langen, anstrengenden und belastenden Lebensabschnitt können die Betroffenen mit ihrem neuen Organ endlich wieder erleichtert und optimistisch in die Zukunft blicken. Ein unbezahlbares Gefühl. Weil wir Ihnen damit vermutlich nichts Neues erzählen, lassen wir hier einige Organtransplantierte zu Wort kommen, um von ihren Erfahrungen vor und nach der Transplantation zu berichten.
ESOT und Chiesi haben sich zusammengetan und ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die Erfahrungen von Menschen zu schärfen, die eine Nierentransplantation erhalten haben, und um die gesamte transplantierte Gemeinschaft zu unterstützen. Dabei wurden Fachkräfte des Gesundheitswesens sowie Menschen mit Transplantationserfahrung gleichermaßen miteinbezogen, um einen realitätsnahen und umfassenden Ansatz zu gewährleisten.
Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die Erstellung eines Patiententagebuchs, geschrieben aus der Sicht von Elle, einer NTx-Patientin. Sie erzählt darin in einer nahbaren und emotionalen Weise von ihrem Weg von der Dialyse zur neuen Niere. Dieses Tagebuch darf und soll dazu dienen, angehenden und aktuellen Transplantierten, ihren Familien und Angehörigen wertvolle Einblicke und verlässliche Informationen zu geben, die ihnen helfen, den Weg der Transplantation zu verstehen und zu bewältigen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und Lernen!
Persönliche Erfahrungen

Beate – Eine neue Niere ist wie ein neues Leben!
Meine Niere und ich leben jetzt seit 18 Jahren ein zufriedenes und erfolgreiches Leben. Wenn ich merke, dass ich mal wieder über mein Limit hinausgegangen bin, dann lege ich einfach die Hand auf meine Niere und beruhige sie. Das hat den gleichen Effekt für mich, als wenn eine Mutter ihre Hand auf ihren Bauch legt und das Kind im Bauch während der Schwangerschaft beruhigt. Bis jetzt hat es immer gewirkt.

Patient*inneneindruck: Nierentransplantation
Im November 1978 bekam ich im Alter von 13 Jahren eine Angina, welche sich später als Streptokokkeninfektion entpuppte. Hieraus entwickelte sich eine Autoimmunerkrankung an meinen Nieren – eine Glomerulonephritis.

Lisa – Verliebt in das Leben
Erst seit meiner Lebertransplantation fühle ich diese Aussage wirklich: Ich bin verliebt in das Leben!

Leben mit neuer Niere: Erfahrungsbericht
Im Alter von 20 Jahren wurden bei mir bei einer Routineuntersuchung Zystennieren festgestellt. Über 15 Jahre war ich deshalb in regelmäßiger Kontrolle.

Patient*inneneindruck: Lebertransplantation
24. Oktober 2007.
Das war ein Mittwoch. Zwei Monate vor Weihnachten. Ich war 33 Jahre alt und feiere seit diesem Tag zwei Mal im Jahr Geburtstag.

Patient*inneneindruck: Nierentransplantation
„Sie haben eine akute Niereninsuffizienz, wir müssen schnellstmöglich dialysieren.“
Diese Nachricht riss mich aus meinem bisherigen Leben. Ich hatte immer viel gearbeitet, führte eine bis dahin glückliche Beziehung. Dabei ging ich damals mit der Vorstellung von einer „Kleinigkeit“ zu meiner Hausärztin. Wochenlang hatten mich Übelkeit, Kopfschmerz und Atemnot geplagt.

Franziska – Wie eine Myokarditis alles veränderte
Für mich fühlt es sich heute an, als hätte ich zwei Leben – quasi ein „davor“ und ein „danach“. Getrennt sind diese Leben nicht nur durch die Organspende, sondern auch durch eine wichtige und bewusste Entscheidung.